Mai 27, 2022

Hubzilla in der Dose

Auf einem Raspberry Pi zu Hause einen Hub aufsetzen

Vor einem halben Jahr bin ich auf einen Beitrag (MiniZilla)von Marlon aufmerksam geworden, in welchem er beschreibt, dass er einen Hubzilla-Hub auf einem Nanopi Neo betreibt.
Fand ich interessant, habe es im Hinterkopf behalten… aber nur im Hinterkopf, weil da nicht mehr viele Informationen zu dem Projekt folgten.

Vor etwas über einer Woche stellte er dann die Frage

Wer möchte sein eigenes Soziales-Netzwerk betreiben?

wo er wieder auf das Projekt einging. Und da kam die Sache aus dem Hinterkopf wieder nach vorne… und ich dachte mir, versuche es doch mal selbst, einen Hub zu Hause aufzusetzen.

Vor ein paar Tagen flog dann ein Raspberry Pi 3 B samt Gehäuse und Netzteil ein. Die Installation ist ein Kinderspiel und nach kurzer Zeit lief der Minicomputer mit Raspbian.

Die Installation und Einrichtung der notwendigen Software (Apache Web-Server, PHP, MySQL samt phpMyAdmin) fluppte auch und war schnell erledigt.

Ein wenig mehr Mühe machte die Einrichtung zum Versenden von Mails. Es sollte ja kein kompletter Mailserver werden. An ssmtp bin ich echt verzweifelt… es ist mir nicht gelungen, es zur Zusammenarbeit mit meinem regulären Mailserver zu überreden. Dann habe ich Postfix als Satellite System eingerichtet, was kein Problem war und auf Anhieb funktionierte. Die Stunden für ssmtp hätte ich mir echt klemmen können.

Die Einrichtung von dDNS hingegen war auch wieder sehr simpel. Let‘s Encrypt hat mir zu den notwendigen Zertifikaten verholfen. Der Server war dann schon im Internet erreichbar.

Die Installation von Hubzilla ist keine schwarze Magie… außerdem habe ich damit schon einige Erfahrungen. Allerdings offenbarte der erste Versuch noch eine Fehlkonfiguration von Apache… bei der Installation blieb ich beim Funktions-Check hängen, weil url_rewrite nicht funktionieren wollte. Es hat ganz schön Zeit gebraucht, bis ich den Fehler in meiner Konfiguration gefunden habe, was daran liegen mag, dass ich mich bislang nie genauer mit Apache befasst habe. Wenn ich einen Webserver gebraucht habe, habe ich immer zu lighttpd gegriffen.

Letztlich hat aber alles geklappt und mein Hub läuft. Ich werde hier nun in lockerer Folge beschreiben, wie ich das Dingen so zum Laufen gebracht habe… mit Hinweisen auf Fallstricke… vielleicht bekommt ja noch jemand Lust, das mal auszuprobieren.
Selbstverständlich werde ich im Lauf der Zeit auch auf den Administrationsaufwand eingehen und berichten, ob der Pi ausreichend performant für einen dauerhaften Betrieb ist.

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