Freenet – Installation und erste Schritte

Um Freenet zu installieren, muss man sich zunächst das passende Paket für das eigene Betriebssystem besorgen. Das macht man auf der Download-Seite des Freenet-Projekts.

Hier findet man Versionen für Windows, OS X und Linux. Die Installer für Windows und OS X startet man einfach wie gewohnt. Sie enthalten all benötigten Komponenten.

Ich gehe hier auf die Installation unter Linux ein. Viele Distributionen bieten über die jeweilige Paketverwaltung die Installation an. Ich zeige hier aber die Installation des Installers von der Projektwebseite (die ich persönlich bevorzuge).

Um das Paket zu installieren, muss auf dem System ein Java Runtime Environment (JRE) vorhanden sein. Sehr oft ist das schon installiert… falls nicht, muss man es via Paketverwaltung der Distribution auf die Platte bringen.

Nun öffnet man ein Terminalfenster und startet den Installer mit dem Kommando

java -jar new_installer_offline.jar

Der Installer startet und gleich zu Beginn kann man die Sprache auswählen.

Anschließend wird man durch die wenigen Schritte der Installation geführt. Hat man diese durchlaufen, so wird der Freenet-Service gestartet und der Standard-Webbrowser mit der Seite „FProxy“ geöffnet (http://127.0.0.1:8888/).

Bevor die Standard-FProxy-Seite erscheint, wird zunächst noch der Einrichtungsassistent durchlaufen. Hier verändert man, solange man nicht fit mit Freenet ist, am besten zunächst nichts.

Nun erscheint die FProxy-Seite:

Wenn man es entsprechend bei der Installation ausgewählt hat, werden im Startmenü (und/oder auf dem Desktop) entsprechende Starter angelegt. Hat man dies nicht ausgewählt, lässt sich Freenet im Terminal (in das Installationsverzeichnis von Freenet wechseln) beim nächsten Mal mit

./run.sh start

starten und mit

./run.sh stop

beenden.

FProxy zeigt unmittelbar nach dem Start von Freenet die Meldung an, dass sich Freenet zum Funktionieren zunächst mit einigen Knoten verbinden muss (es macht sich „bekannt„). Die Zahl der Verbindungen kann man unten in der Statuszeile sehen. Hier ist auch ein farbiger Balken vorhanden, der den Verbindungsstatus anzeigt. Ist der grün, dann kann man ordentlich loslegen.

Erste Schritte werden wohl das Erkunden von Freenet-Seiten sein. Bei FProxy findet man einige Links zu Seitenverzeichnissen, die man sich zunächst anschauen sollte.

Für den Einstieg ist Enzo’s Index, der auch eine Filterung nach Sprachen bietet. Hier kann man sich gleich einmal durch die deutschsprachigen Angebote wühlen.

Ruft man eine Freenet-Site auf, so erscheint meist für kurze Zeit eine Statusseite, die den Ladevorgang anzeigt. Ist die Seite vollständig geladen, wird sie natürlich auch angezeigt.

Der nächste logische Schritt ist, sich mit dem WoT-Plugin (WebOfTrust) zu befassen und sich eine Identität im Freenet zuzulegen…