Prima: DU hast Dich entschlossen, ZeroNet auszuprobieren!

Nun musst Du Dich da zurechtfinden. Das wird schon… ist nicht so kompliziert. Deutschsprachige Inhalte sind noch Mangelware, aber der Zustand bessert sich. Und um dem abzuhelfen, kannst Du ja selbst z. B. ein (Dein) Blog auf 0net umsetzen.

So hat das Lilith gemacht und mir den Link „spendiert“. Leider konnte ich mir das Ergebnis nicht anschauen… und das hat einen Grund: Ihr ZeroNet (die ZeroNet-Software) lief zu dem Zeitpunkt, als ich den Link ausprobieren wollte, nicht.

 

Dazu mal ein paar Erklärungen:

Legst Du eine Seite in 0net an, so existiert die im ersten Moment NUR auf Deinem eigenen Rechner und liegt in dem lokalen Verzeichnis auf Deinem Rechner. Wenn die 0net-Software nun läuft und jemand (z. B. ich) die Seite anfordert, so landet die Anforderung letztlich bei Deinem Rechner und quasi (vereinfacht gesprochen, WAS übertragen wird, kann man festlegen) der gesamte Inhalt des Verzeichnisses wird beim Anforderer heruntergeladen und in ein gleichlautendes Verzeichnis gespeichert und die Signatur überprüft (um die Seite zu verifizieren). Er sieht die Seite nun mit 0net. Hätte er die Seite aufgerufen (so wie ich), während Deine 0net-Software nicht läuft, so hätte er eine Fehlermeldung erhalten (keine Peers, content.json kann nicht geladen werden). Bei 0net ist es so, dass eine Seite nur abrufbar ist, wenn MINDESTENS ein Rechner, auf dem das Seitenverzeichnis samt Inhalt liegt, die 0net-Software laufen lässt (und der Rechner natürlich mit dem Internet verbunden ist).

Hätte in Liliths Fall jemand, bevor sie den Rechner ausgeschaltet oder die 0net-Software beendet hat, die Seite angesurft, so hätte ich sie auch sehen können, wen derjenige sein 0net noch „eingeschaltet“ hätte. Wenn ich sie dann angesurft (und damit den Verzeichnis-Inhalt heruntergeladen) hätte, so gäbe es zu dem Zeitpunkt dann schon 2 Peers, die die Seite im 0net anbieten. Wenn Du dann Dein 0net auch wieder gestartet hättest, wären es sogar schon drei.

Es ist also sinnvoll und wichtig, dafür zu sorgen, dass die eigene Seite nach Erstellung von möglichst vielen anderen 0net-Nutzern angesurft wird, weil diese dann dafür sorgen, dass die Seite erreichbar ist.

Aber wie macht man das? Das ist sehr einfach… man muss den anderen 0net-Nutzer nur mitteilen, dass es was neues im 0net gibt. Perfekt dafür ist die Seite 0list. Dort stellen sehr viele Nutzer (ich denke quasi alle) ihre Seiten vor. Und Du machst das auch, indem Du auf „+Add new site“ klickst, den Titel Deiner Seite eingibst und im Feld darunter die Linkadresse zu Deiner Seite.

Wichtig nun: Jetzt 0net nicht gleich beenden… ne Weile laufen lassen. Ab und zu mal auf ZeroHello schauen und gucken, ob sich in der Seitenleiste links was zeigt. Neben Deiner Seite (also den „Knopp“, mit dem Du diese aufrufen kannst) steht nämlich ne kleine Zahl, die die Anzahl von Peers angibt. Steht da ne „1“, dann gibt es noch keinen, der Deine Seite ebenfalls anbietet (der eine bist nämlich Du selbst). Aber in der Regel finden sich nach einiger Zeit einige Peers ein. Dann kannst Du 0net auch beenden… Deine Seite sollte erreichbar bleiben (also so ab 5 Peers ist das schon ganz gut).

Hast Du ne Stunde gewartet, oder zwei… und es bleibt bei „1“ Peer, dann kannst Du tricksen. Du musst die Seite einfach über einen (derzeit gibt es leider nur einen einzigen mir bekannten funktionierenden) Proxy aufrufen. Damit gibt es dann zumindest EINEN weiteren Peer und Du musst nicht online bleiben und 0net laufen lassen… die Seite bleibt für alle erreichbar. Wenn dann jemand durch 0list darauf aufmerksam wird (während Du schon offline bist), kann er sie trotzdem aufrufen und Du hast einen weiteren Peer dazugewonnen.

Das mit dem Proxy funtioniert so (denke dran, während Du das machst, muss Dein 0net noch laufen):

Du rufst die Adresse

https://www.zerogate.tk/

auf.

ist… mal am Beispiel von Liliths Seite, die ja

http://127.0.0.1:43110/18vmpzoowv3eWQ3jNF4FvK6jtdTYn2Lbwc/

lautet ganz einfach

18vmpzoowv3eWQ3jNF4FvK6jtdTYn2Lbwc

Sie hätte also

https://www.zerogate.tk/18vmpzoowv3eWQ3jNF4FvK6jtdTYn2Lbwc/

aufrufen müssen.

 

Was habt Ihr daraus jetzt gelernt?

Genau… eine Seite braucht mindestens einen zusätzlichen Peer (zum eigenen), damit sie erreichbar bleibt… fünf sind erstrebenswert… besser mehr.

 

Ach ja… noch ein Hinweis:

Wenn Du neue Inhalte zu Deiner Seite hinzufügst, musst Du das nicht wieder bei 0list posten. Jeder, der Peer ist, bekommt die neuen Inhalte füher oder später automatisch auf seinen Rechner geschaufelt.

Und ZeroNet kann man echt dauerhaft laufen lassen. Es verbraucht extrem wenig Ressourcen. Bei mir läuft es, solange der Rechner an ist… ohne dass ich irgendwelche Performance-Einbußen bemerke. Vorteil: Man kann 0net-Seiten jederzeit aufrufen und man unterstützt das ZeroNet, weil man als Peer lange Zeit zur Verfügung steht.

Dieser Artikel richtet sich speziell an Einsteiger bei ZeroNet ohne großartige IT-Affinität. Wer detailliertere Informationen (z. B. zu den Dateien, die heruntergeladen werden und zur Integritätsüberprüfung) haben möchte, schaut in die KnowledgeBase, z. B. hier: Die Grundlagen

Dieser Artikel bei ZeroNet: Prima: DU hast Dich entschlossen, ZeroNet auszuprobieren!

2 Kommentare

  1. Hallo,
    hab gerade gefunden, dass es auch eine Android App für ZeroNet in der Betaphase gibt. Zum Glück bin ich Betatester und wie es ausschaut funktioniert das sehr gut.

    Siehst du eine Möglichkeit meine Keys vom Rechner aufs Handy zu importieren?
    Dann könnte ich auch unterwegs im selben ZeroNet Account bloggen.

    1. Du musst die Datei

      data/users.json

      von Deinem Computer auf Dein Smartphone kopieren… wieder ins „data-Verzeichnis“. Wo das liegt, hängt von Deinem Smarty ab.

      Bei mir habe ich es hier gefunden:

      Interner Speicher/Android/data/net.mkg20001.zeronet/files/zero/data

      Ich nutze die App auch… na ja… manchmal klemmt es noch (ist ja auch noch beta), funktioniert aber ganz gut.
      Bedenke (und passe Dein Nutzerverhalten an): Jede Zite, die Du auf dem Smarty aufrufst, lädt ihre gesamten Daten in den Speicher Deines Mobiltelöefons. Da kann schon was zusammenkommen. Also zum intensiven Surfen im ZeroNet würde ich es nicht benutzen… aber fürs Bloggen von Unterwegs, wie Du das machen willst, kann man 0net durchaus auch aufm Smarty nutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.